Traditional Blues : Soul to Soul

Soul to Soul

EUR 5,26

  1. Say What!
  2. Lookin Out Of The Window
  3. Look At Little Sister
  4. Ain t Gone N Give Up On Love
  5. Gone Home
  6. Change It
  7. You ll Be Mine
  8. Empty Arms
  9. Come On (Part Iii)
  10. Life Without You
  11. Srv Speaks
  12. Little Wing/Third Stone From The Sun
  13. Slip Slidin Slim

Diese Veröffentlichung aus dem Jahre 1985, Vaughans dritte, markiert auf angemessene und beeindruckende Weise das Ende seiner klassischen Phase. Reese Wynan an den Keyboards gibt Vaughans Sound Tiefe und treibt die Musik in eine eher kultivierte Richtung, eine mit stärkeren Elementen von Jazz und Soul. Vaughans Gitarrenspiel verblüfft einen wie immer, es bietet ausdrucksstarke Wendepunkte, leidenschaftliche Wirbel und schmerzliche Klagen. Wie bei den ersten beiden Alben hat Vaughan zur Eröffnung ein furioses Instrumentalstück ausgewählt, Say What! voller Grooves, Lookin Out the Window wird im R&B Stil präsentiert, und das fantastische Gone Home schafft den Übergang in eine sanfte Jazz-Stimmung. Look at Little Sister im schnelleren Tempo und das extrem langsame Ain t Gone N Give Up on Love zeigen Vaughans Meisterschaft bei gradlinigem Texas Blues. Vaughan bearbeitet auch Earl Kings Come On und demonstriert sein Einfühlungsvermögen bei der Ballade Life Without You. -- Marc Greilsamer

Reifezeugnis - Mit seinem inspirierten, technisch brillanten und stets gefühlvollen Gitarrenspiel gelang es Stevie Ray Vaughan zu Beginn der 80er Jahre in die Fußstapfen solch legendärer Bluesgitarristen wie Johnny Winter oder Eric Clapton zu treten. Anfänglich in klassischer Trio-Formation agierend scherte sich seine Band Double Trouble einen feuchten Kehricht um modische Strömungen in der Rockmusik und führte statt dessen unbeirrt die große Tradition des R n B fort, ohne dabei je überholt zu klingen. Die Musik dieser Band bietet im Gegenteil ein erstklassiges Anschauungsbeispiel für die zeitlose Faszinationskraft des Blues.Soul to Soul aus dem Jahr 1985 gilt vielen als das bis dato reifste Werk des Texaners und tatsächlich bietet die Scheibe eine stilistische Vielfalt, welche man auf seinen früheren Platten nicht findet. Vaughan haucht Klassikern wie You ll be mine oder Come on (bekannt geworden durch die Interpretationen von Howlin Wolf respektive Jimi Hendrix) neues Leben ein, zelebriert kernigen, bodenständigen Bluesrock (Look at little Sister), schwelgt mit seiner Gitarre in höheren Sphären (Life without you), lebt die einfühlsamen Seiten des Blues (Ain t gone n give up on Love), spielt jazzig-entspannt (Gone home) oder kreiert einen nostalgischen Bluessound (Empty Arms). Ein besonderes Schmankerl liefert das wirklich gelungene Hendrix-Cover Little Wing/Third Stone from the Sun als Bonustrack. Das alles strotzt von der ersten bis zur letzten Note nur so von musikalischer Leidenschaft. Ob rasante Gitarrenläufe oder einfühlsame Phrasierungen - Vaughan beherrscht sein Instrument virtuos und ausdruckstark, wie etwa das ungemein erotische Spiel von Change it belegt. Neben der gewachsenen stilistischen Bandbreite präsentiert sich auch der Sound auf Soul to Soul durch authentische Keyboard- sowie Saxophoneinlagen variationsreicher und differenzierter als zuvor.Vaughan präsentiert sich auf dieser Scheibe musikalisch gereift und schraubt den auf seinen früheren Werken bestimmenden Rockaspekt etwas zurück. Mag einen vielleicht das (durchgehend gute aber nicht überragende) Songmaterial als solches nicht vom Sitz reißen, so besorgt dies die unvergleichliche Interpretationskunst Vaughans, der im übrigen auch als Sänger zu überzeugen weiß. Wer modernen Blues mit einem deutlichen Rockeinschlag mag, kann hier blind zugreifen - falls er/sie die Scheibe nicht ohnehin schon lange im Regal stehen hat.




Soul to Soul